Okt 262020
 

Anfang des Jahres 2020 habe ich für einen spezifischen Einsatzzweck nach einer Software gesucht, schlussendlich gefunden und nun seit einiger Zeit im Einsatz: Diving Log.

Vereinfacht ausgedrückt dient die Software dazu Tauchgänge zu verwalten, unterstützt eine Vielzahl von Tauchcomputer, bietet die Möglichkeit zur Synchronisation mit dem Smartphone und liefert noch viele weitere nützliche Funktionen. Im Beitrag möchte ich neben dem Tipp einen Überblick geben.

 

Hintergrundgeschichte

Im Verlauf meiner Tauchsportaktivitäten hatte ich immer wieder verschiedene Software genutzt. Dabei zu großem Anteil direkt vom Hersteller meines Tauchcomputers Suunto. Am längsten habe ich dabei den Suunto Dive Manager 2.0 in Verwendung. Leider wurde dieser irgendwann technisch veraltet 🙁 und durch eine neue Version ersetzt 😉 . Mit dieser konnte ich aber leider nichts mehr anfangen 🙄 . Der Suunto Dive Manager war oberflächlich betrachtet bei den Grundfunktion ausreichend, aber lieferte in Wahrheit keinen direkten Mehrwert durch die Digitalisierung des Logbuches. Zwar erhielt man sein Tauchprofil, aber darüber hinaus erfolgte keine weitere Nutzungsmöglichkeit der digitalen Daten. Soweit meine Beurteilung, was zur Folge hatte, dass ich den erhöhten Aufwand der Digitalisierung meines Logbuches vernachlässigte und irgendwann komplett einstellte. Auf Alternativen bin ich damals zwar gestoßen, aber diese lieferten nicht einmal Grundfunktionen. An den genauen Grund für die erneute Suche nach einem digitalen Logbuch kann ich mich nicht mehr erinnern. Jedoch startete dies bereits 2019 und ergab trotz Fehlschlag mit der aktuellsten Version des Suunto Dive Manager weitere Recherchen. Dabei bin ich schlussendlich auf Diving Log 6.0 gestoßen.

 

Puzzleteilchen

Die Features von Diving Log sind wahrlich umfangreich, wie man direkt auf der Webseite nachlesen kann. Zudem gibt es sehr weitreichende Anpassungsmöglichkeiten bei Layout, Struktur und Ausgabe. Die ersten Tests waren absolut überzeugend und damit hatte ich zügig Diving Log 6.0 um 39 Euro erworben. Ebenso bin ich auf meinen Smartphone direkt auf die erweiterte Version gewechselt. Ich wollte mit meinem digitalen Logbuch nicht bei Null anfangen, aber die Übernahme meiner vorhandenen Daten aus bisherigen Versuchen, ergab viele kleine Fragmente 😮 , die in Einzelschritten zusammengefügt und durch das analoge Tauchbuch ergänzt werden mussten. Dies alles lies sich mit Diving Log entsprechend meinen Tests umsetzen. So habe ich nicht nur die Altbestände verschiedener Suunto Dive Manager importiert, sondern ebenso zahlreiche weitere Datensätze importieren und zu einem gesamten Abbild bringen können. Die gesamten Grunddaten konnten bis zur heurigen Tauchreise Malediven 2020 mit Ende März eingepflegt werden 😎 . Zwar fehlen weiterhin einige (erweiterte) Meta-Daten, aber das ist ein laufender Prozess, der nahe am Abschluss liegt.

 

Eierlegende Wollmilchsau

Es ist wahrlich eine Schande, nicht schon früher auf die Software gestoßen zu sein. Laut meinen Recherchen gibt es die Software zumindest seit dem 28. Februar 2009. Aber das lässt sich nicht mehr ändern. Viel wichtiger ist, was kann die Software alles bieten 🙂 . Hierbei gehe ich auf für mich wesentliche, hervorstechende Punkte ein, die die Software so besonders machen. Die schon mehrfach angesprochenen Grundfunktionen, wie laufende Nummer, Tag, Uhrzeit, Ort, Tauchzeit, Tiefe, Tauchprofil, Buddy oder Bemerkung sind essentiell für jede dieser Software – egal ob vom Hersteller des Tauchcomputers oder von einer unabhängigen Software. Klarerweise ist das hier erfüllt.

Zuerst einmal ist es genial mit welchen Umfang die zahlreichen am Markt verfügbaren Tauchcomputer unterstützt werden. In meinem Fall kann ich direkt mit Diving Log meinen Tauchcomputer Suunto Cobra oder Suunto Zoop auslesen. Zudem ergibt sich die Möglichkeit in Zukunft nicht nur ein anders Produkt desselben Herstellers, sondern ebenso eine andere Marke in Betracht zu ziehen – ein Detail, dass mit so mancher Produktvorstellung vor einiger Zeit vielleicht sogar eine Motivation für meine Recherche war 😛 . 

Neben dem Import ist ebenso eine umfangreiche Exportmöglichkeit geboten. Ein Detail, dass ich zu schätzen weiß. Immerhin ist die Nutzung der digitalen Daten keine Einbahnstraße, wo man (z.B. durch den Hersteller) in eine bestimmte ungewünschte Richtung gedrängt wird. Dazu gibt es eine sehr flexible Anpassungsmöglichkeit. Letzteres erstaunt mich immer wieder wie weit dies geht und auch durch andere Nutzer der Software ausgereizt und als Vorlage zur Verfügung gestellt wird.

Die Erfassung der Grunddaten liefern in Diving Log nicht nur eine umfangreiche Statistikausgabe, sondern ebenso einen Überblick aller Tauchplätze auf der ganzen Welt. Dabei wird dies mit Google Maps, Bing Maps, OpenStreetMap oder OpenSeaMap unterlegt. Das beste Ergebnis erziele ich persönlich mit den beiden zuletzt genannten. OpenSeaMap liefert als Seekarte durchaus interessante nautische Information. Daher nutze ich diese Möglichkeit immer wieder gerne. Betreffend der Integration der Tauchplätze gibt es eine Anbindung an zwei externe Datenquellen, die einem beim ersten Anlegen eines neuen Tauchplatzes unterstützen. Dies setzt eine Internetverbindung voraus.

Eine weitere Funktion ergänzt die Aufzählung besonderer angetroffener Unterwasserlebewesen. Anstatt dies nur als Bemerkung zu tun, ist hier eine eigene zentrale Übersicht möglich, die mit den Tauchgängen verknüpft wird. Damit gibt es nicht nur die Möglichkeit, ein Bild zu hinterlegen, sondern ebenso weitere Daten zu vervollständigen. Dazu zählt beispielsweise der lateinische Name, was z.B. bei Recherchen über ein bestimmtes Tier weiterhilft. Ergänzend kann schon direkt ein weiterführender Link zu einer Webseite hinterlegt werden. Beim Anlegen neuer Tiere oder Pflanzen gibt es ebenso eine externe Datenquelle, aber von dieser bin ich eher irritiert und nicht so zurecht gekommen. Zum einen ergeben die Suche nach einem Tier immer unzählige Ergebnisse, die dann noch Mal in Unterergebnisse aufgeteilt werden. Damit erhielt ich inkonsistente Datensätze.

Mittlerweile habe ich den gesamten Datensatz neu angelegt und als Referenz Wikipedia herangezogen. Dies ist zwar nicht direkt in der Software integriert, aber lässt sich reibungslos manuell bewerkstelligen. Dafür ist nicht nur für das Unterwasserleben eine entsprechende Tabellenbearbeitung integriert. Diese kann ebenso für alle anderen Bereiche genutzt werden.

 

Abschließend kann ich noch einmal die Synchronisation mit Android oder Apple iOS nennen. Für mich persönlich ist die Art und Weise wie dies durchgeführt werden kann in Ordnung. Für nicht so technisch versierte Benutzer gibt es den vielleicht eingeschränkteren Weg über Dropbox bzw. iTunes. Ich selbst mache dies über OneDrive mit einem zusätzlich manuellen Schritt, wo der Export manuell auf meinem Smartphone in den richtigen Ordner kopiert wird. Dazu verwende ich den integrierten Dateiverwalter auf dem Smartphone (dieser kann direkt au OneDrive zugreifen). Vielleicht ein Detail, das noch verbesserungswürdig wäre?

 

Wie auch immer, Diving Log kann ich sehr empfehlen und wer Tauchsport ausübt, dem rate ich einmal einen Blick zu riskieren. Eine Demoversion ist sowohl für Windows, wie auch für das Smartphone verfügbar. Auf letztere bin ich hier weniger eingegangen, aber womöglich mache ich das gesondert in einem eigenen Artikel. Es wäre ansonsten zu umfangreich. Bei Fragen gerne ab in die Kommentare.

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